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<title>Exotismus</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Exotismus</span></h1>
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</div>
<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr"><p>Als <b>Exotismus</b> wird in der <a href="Soziologie" title="Soziologie">Soziologie</a> eine <a href="Eurozentrismus" title="Eurozentrismus">eurozentristische</a> Sichtweise bezeichnet, bei der außereuropäische Kulturen auf den „Reiz des Fremden“ reduziert werden. In der <a href="Sprachwissenschaft" title="Sprachwissenschaft">Sprachwissenschaft</a> ist ein <i>Exotismus</i> (Mehrz. <i>Exotismen</i>) ein Wort, das nicht nur einer anderen Sprache entstammt, sondern auch nur in deren kulturellem Kontext relevant ist. Im Bereich der <a href="Kunst" title="Kunst">Künste</a> – schreibt <a href="Thomas_Betzwieser" title="Thomas Betzwieser">Thomas Betzwieser</a> – seien es verschiedene Phänomene und Strömungen, „deren Hauptmerkmal in einer Beeinflussung der europäischen Kunst durch fremdländische, insbesondere außereuropäische Elemente besteht“.<sup id="cite_ref-betzwieser226_1-0" class="reference"><a href="#cite_note-betzwieser226-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Begriffliches_Umfeld_und_Wortherkunft">Begriffliches Umfeld und Wortherkunft</h2></div>
<p>Die Begriffe <b>Exotik</b> und <i>exotisch</i> bezeichnen allgemein ein fremdartiges Aussehen oder sonstige ungewöhnlich erscheinende Eigenschaften, die meist mit der Herkunft aus fernen, insbesondere tropischen Ländern in Zusammenhang stehen.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Dagegen bezieht sich der Begriff <i>Exotismus</i> auf die Wirkung des Exotischen und dessen <a href="Rezeption_(Kunst)" title="Rezeption (Kunst)">Rezeption</a> in einer anderen Kultur.
</p><p>Der Ursprung des Begriffs <i>Exotismus</i> liegt in einem Diskurs, der im 19. Jahrhundert in Frankreich geführt wurde. Der Schriftsteller <a href="Th%C3%A9ophile_Gautier" title="Théophile Gautier">Théophile Gautier</a> gebrauchte in einer programmatischen Erklärung an die Brüder <a href="Edmond_und_Jules_de_Goncourt" title="Edmond und Jules de Goncourt">Edmond und Jules de Goncourt</a> vom 23. November 1863 das Wort <i>exotisme</i>. Gautier unterschied einen <i>exotisme</i> der räumlichen und einen <i>exotisme</i> der zeitlichen Entfernung. Die Brüder Goncourt hatten das Wort <i>exotisme</i> schon am 20. Februar 1860 in ihrem Tagebuch verwendet,<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> ihre Tagebücher wurden jedoch erst Jahrzehnte später veröffentlicht. Zu beachten ist, dass das französische Wort <i>exotisme</i> einerseits dem deutschen Wort <i>Exotik</i> entspricht,<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> andererseits auch das neugierige Verhältnis zur Exotik oder eine Vorliebe für Exotisches bezeichnen kann, also den <i>Exotismus</i>.<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Exotismus_in_den_Künsten"><span id="Exotismus_in_den_K.C3.BCnsten"></span>Exotismus in den Künsten</h2></div>
<p>Der Reiz exotischer Länder wurde insbesondere in den Künsten aufgenommen: in der Literatur, der Malerei, der Architektur und dem Kunstgewerbe, ebenso in der Musik und in Filmen. Exotismus kommt in verschiedenen Varianten auch in der Werbung vor. Die Grenzen zum <a href="Primitivismus" title="Primitivismus">Primitivismus</a> sind oft fließend.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Literatur">Literatur</h3></div>
<p>Zu den Begründern der Exotismus-Theorie zählt <a href="Jean_Marie_Guyau" class="mw-redirect" title="Jean Marie Guyau">Jean Marie Guyau</a>. Er sah 1889 in <i>L’art au point de vue sociologique</i> den Exotismus als Mittel in der Kunst, um bei realistischer Stilintention der Gefahr des <a href="Trivial" class="mw-redirect" title="Trivial">Trivialen</a> zu entgehen. Als Resultat erhoffte er sich das sogenannte Malerische, das <a href="Lokalkolorit" title="Lokalkolorit">Lokalkolorit</a>, wie er es bereits in den exotischen Romanen von „Realisten“ wie <a href="Bernardin_de_Saint-Pierre" class="mw-redirect" title="Bernardin de Saint-Pierre">Bernardin de Saint-Pierre</a>, <a href="Flaubert" class="mw-redirect" title="Flaubert">Flaubert</a> und bei dem unmittelbaren Zeitgenossen <a href="Pierre_Loti" title="Pierre Loti">Pierre Loti</a> vorfand.
</p><p>Laut <a href="Friedrich_Brie" title="Friedrich Brie">Friedrich Brie</a> (<i>Exotismus der Sinne. Eine Studie zur Psychologie der Romantik</i> 1920) ist <a href="Wilhelm_Heinse" title="Wilhelm Heinse">Wilhelm Heinses</a> Roman <i>Ardinghello und die glücklichen Inseln</i> der einzige deutsche Roman mit ausgeprägtem Exotismus.
</p><p>Eine große Rolle spielt Exotismus in der internationalen <a href="Trivialliteratur" title="Trivialliteratur">Trivialliteratur</a>, z. B. in vielen <a href="Bodice_Ripper" title="Bodice Ripper">Bodice-Ripper-Romanen</a>, deren Handlung wenigstens zum Teil in zivilisationsferne Gegenden verlegt ist, um Szenarien glaubwürdig erscheinen zu lassen, in denen die weibliche Hauptfigur zur Liebe gezwungen wird, was es den Autoren dann erlaubt, sexuelle Handlungen freizügig darzustellen. Ein frühes Beispiel ist <a href="E._M._Hull" class="mw-redirect" title="E. M. Hull">E. M. Hulls</a> <a href="Abenteuerroman" title="Abenteuerroman">Abenteuer-</a> und <a href="Liebesroman" title="Liebesroman">Liebesroman</a> <i>The Sheik</i> (1919) über eine junge Engländerin, die in der Wüste von einem Araber entführt wird, bei dem sie dann ihr Liebesglück findet.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Musik">Musik</h3></div>
<p>In der Musik lässt sich der Exotismus auf drei Ebenen beobachten: „In der Stoffwahl und Ausstattung von Bühnenwerken sowie in der Verwendung ‚exotischen‘ Materials.“<sup id="cite_ref-betzwieser226_1-1" class="reference"><a href="#cite_note-betzwieser226-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Exotismus_in_der_Operette">Exotismus in der Operette</h4></div>
<p>Eine Vielzahl an exotischen Titeln und Inhalten zeigt, dass die Gattung der <a href="Operette" title="Operette">Operette</a> den Exotismus intensiv nutzte, wobei Ostasien und dem Orient ein besonderer Fremdreiz zugesprochen wird.
</p><p>Auf den Schauplatz der Operetteninhalte bezogen, ergeben sich zwei gegensätzliche Möglichkeiten der Darstellung: „Entweder man wählt eine evasive, eine Ausbruchskonstruktion von Hier nach Dort. Oder man wählt eine invasive, eine Einbruchskonstruktion von Dort nach Hier.“<sup id="cite_ref-klotz89_6-0" class="reference"><a href="#cite_note-klotz89-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Exotische „Ausbruchstücke“ werden als Stücke definiert, in denen die Hauptfiguren den heimischen Ort verlassen, um in ein fremdes Land zu reisen und „sich an fremdartigen Lebensformen zu reiben“.<sup id="cite_ref-klotz89_6-1" class="reference"><a href="#cite_note-klotz89-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In „Einbruchstücken“ verlassen hingegen die aus der Fremde stammenden Hauptfiguren ihr Herkunftsland und brechen in den heimischen Ort ein, wo sie in Konflikte mit den dortigen Lebensformen kommen.
</p><p>Ein Beispiel für ein Ausbruchstück ist <a href="Arthur_Sullivan" title="Arthur Sullivan">Arthur Sullivans</a> <a href="Der_Mikado" title="Der Mikado"><i>Mikado</i></a>, da die Handlung ausschließlich in Japan mit japanischen Hauptfiguren spielt. Sullivan entwirft „den reizvollen Schein einer völlig eigenartigen und selbstgenügsamen, geradezu unzugänglichen und unbeobachteten Fremde.“.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Bei genauerer Betrachtung entdeckt man die ironisch zugespitzte Kritik Sullivans an der eigenen Gesellschaft. Der exotische Reiz, den <i>Mikado</i> bietet, ist nur vordergründig, vielmehr „lacht dem Publikum die Exotik der Heimat ins Gesicht“.<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Eine Operette mit dem Charakter eines Mischtyps aus Ausbruchs- und Einbruchstück ist <a href="Franz_Leh%C3%A1r" title="Franz Lehár">Franz Lehárs</a> <a href="Das_Land_des_L%C3%A4chelns_(Operette)" title="Das Land des Lächelns (Operette)"><i>Das Land des Lächelns</i></a>. Bei Lehár steht die Beziehung zwischen zwei Menschen im Vordergrund, die in verschiedenen Ländern mit unterschiedlichen Kulturen aufgewachsen sind, und deren Liebe an diesen Differenzen zerbricht. China als 'exotisches' Land ist somit beliebig austauschbar, denn die Operette zielt auf eine allgemein gültige Aussage ab: „[…] Selbst ein hochfeudaler Schuster [sollte] bei seinem Leisten bleiben […]“.<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Soziologie">Soziologie</h2></div>
<p>Mit dem <a href="Kolonialismus" title="Kolonialismus">Kolonialismus</a> intensivierte sich der Kontakt europäischer Nationen mit fremden Kulturen, wobei diese häufig missverstanden wurden. Da die meisten Europäer an diesen Kontakten nicht teilnahmen, speiste sich die Vorstellung von den fremden Menschen und Kulturen auch vornehmlich aus Phantasien und <a href="Projektion_(Psychoanalyse)" title="Projektion (Psychoanalyse)">Projektionen</a>. Beispielsweise kam eine verklärende Sichtweise des Fremden auf, die mit den eigenen <a href="Triebverzicht" title="Triebverzicht">Entsagungen</a> der Europäer im Prozess der <a href="Zivilisation" title="Zivilisation">Zivilisation</a> zusammenhängt. Einige Europäer projizierten ihre eigenen Wunschgedanken in die „Exoten“ und hielten die Menschen in den für sie neu erschlossenen Welten für „<a href="Edler_Wilder" title="Edler Wilder">edle Wilde</a>“. Hierzu gehören insbesondere Vertreter der <a href="Aufkl%C3%A4rung" title="Aufklärung">europäischen Aufklärung</a>, wie <a href="Denis_Diderot" title="Denis Diderot">Denis Diderot</a> oder <a href="Jean-Jacques_Rousseau" title="Jean-Jacques Rousseau">Jean-Jacques Rousseau</a> mit seinem Konzept einer Gesellschaft im „<a href="Naturzustand" title="Naturzustand">Naturzustand</a>“. Insbesondere sexuelle Entsagungen führten zu einem Bild „triebhafter Eingeborener“ mit einer besonderen sexuellen <a href="Zeugungsf%C3%A4higkeit" title="Zeugungsfähigkeit">Potenz</a>. Die zunehmende Entfremdung im Zuge der <a href="Industrialisierung" title="Industrialisierung">Industrialisierung</a> hat eine besondere romantische Form der „Naturverbundenheit“ hervorgebracht, die ebenfalls den „Wilden“ zugeschrieben wurde. Bekannte Vertreter solcher Positionen waren <a href="Rudyard_Kipling" title="Rudyard Kipling">Rudyard Kipling</a> und <a href="Karl_May" title="Karl May">Karl May</a>.
</p><p>Mit dem Exotismus geht eine Wahrnehmung der Fremden einher, deren Lebensumstände und Unterdrückung infolge des Kolonialismus kaum gesehen werden. Hinzu kommt, dass mit dem Bild der „Natürlichkeit“ zum Beispiel bei Rousseau eine Begründung der Unterlegenheit der „Wilden“ einhergeht. Diese seien zwar der Natur näher, aber dafür der Kultur ferner und insofern als Kinder anzusehen. Hierin drückt sich eine Form des <a href="Rassismus_ohne_Rassen" title="Rassismus ohne Rassen">Rassismus ohne Rassen</a> aus, der formal sogar mit einer Hochachtung vor den „Wilden“ begründet wird.
</p><p>Manche Thesen radikaler Vertreter des <a href="Kulturrelativismus" title="Kulturrelativismus">Kulturrelativismus</a> werden als eine Form eines exotistischen „umgekehrten <a href="Rassismus" title="Rassismus">Rassismus</a>“ kritisiert, da diese die <a href="Menschenrechte" title="Menschenrechte">Menschenrechte</a> den Werten der <a href="Tradition" title="Tradition">Tradition</a> und <a href="Gemeinschaft" title="Gemeinschaft">Gemeinschaft</a> unterordnen würden. Ein Beispiel ist die in einigen Religionen und Kulturen praktizierte <a href="Beschneidung_weiblicher_Genitalien" class="mw-redirect" title="Beschneidung weiblicher Genitalien">Beschneidung weiblicher Genitalien</a>, die nach Ansicht mancher Kulturrelativisten als traditionelle Praxis – die sich als solche moralischer <a href="Werturteil" title="Werturteil">Werturteile</a> entziehe – zu tolerieren sei.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Sprachwissenschaft">Sprachwissenschaft</h2></div>
<p>In der Sprachwissenschaft ist ein <i>Exotismus</i> ein Fremdwort oder <a href="Lehnwort" title="Lehnwort">Lehnwort</a>, dessen Verwendung auf einen Gegenstand in der Umwelt der Gebersprache beschränkt bleibt.<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Beispiele:
</p>
<ul><li><i><a href="Iglu" title="Iglu">Iglu</a></i> – das Wort stammt aus der Eskimosprache <a href="Inuktitut" title="Inuktitut">Inuktitut</a>, und fast nur <a href="Eskimo" title="Eskimo">Eskimos</a> bauen Iglus.</li>
<li>Das persische Wort <i><a href="Schah" title="Schah">Schah</a></i> bezeichnet einen persischen Herrscher, nicht jedoch beispielsweise einen deutschen Herrscher.</li>
<li>Das finnische Wort <i><a href="Vappu" title="Vappu">Vappu</a></i> wird nur zur Bezeichnung eines Feiertags in Finnland verwendet.</li>
<li><i><a href="Hornussen_(Sport)" title="Hornussen (Sport)">Hornussen</a></i> (aus dem <a href="Berndeutsch" title="Berndeutsch">Berndeutschen</a>) ist ein Mannschaftssport, der nur in Teilen der Schweiz ausgeübt wird.</li></ul>
<p>Ein Fremdwort ist kein Exotismus, wenn der mit ihm bezeichnete Gegenstand nicht nur im Ursprungsgebiet des Wortes vorkommt, sondern auch in anderen Ländern oder Kulturen. Ein Beispiel dafür ist das Wort <i><a href="Sauna" title="Sauna">Sauna</a></i> (aus dem Finnischen).
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Siehe_auch">Siehe auch</h2></div>
<ul><li><a href="Japonismus" title="Japonismus">Japonismus</a></li>
<li><a href="Orientalismus_(Kunst)" title="Orientalismus (Kunst)">Orientalismus (Kunst)</a></li>
<li><a href="Exotica" title="Exotica">Exotica</a> (eine Spielart des Jazz)</li>
<li><a href="Exotisierung" title="Exotisierung">Exotisierung</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur_2">Literatur</h2></div>
<ul><li>Hartmut Amon (Hrsg.): <i>Wie wird man fremd? Rassismustheorien</i>. Unrast, Münster 2001, ISBN 3-89771-405-1 (jour fixe Initiative Berlin).</li>
<li><a href="Susan_Arndt" title="Susan Arndt">Susan Arndt</a> (Hrsg.): <i>AfrikaBilder. Studien zu Rassismus in Deutschland</i>. Unrast, Münster 2006, ISBN 3-89771-028-5.</li>
<li><a href="Urs_Bitterli" title="Urs Bitterli">Urs Bitterli</a>: <i>Die »Wilden« und die »Zivilisierten«. Die europäisch-überseeische Begegnung</i>. C. H. Beck, München 2004, ISBN 3-406-35583-8.</li>
<li><a href="Volker_Klotz" title="Volker Klotz">Volker Klotz</a>: <i>Operette. Porträt und Handbuch einer unerhörten Kunst</i>. Neuaufl. Bärenreiter, Kassel 2004, ISBN 3-7618-1596-4.</li>
<li><a href="Julia_Kristeva" title="Julia Kristeva">Julia Kristeva</a>: <i>Fremde sind wir uns selbst</i> („Etrangers à nous-mêmes“). Suhrkamp, Frankfurt 1990, ISBN 3-518-11604-5.</li>
<li>Kuan-wu Lin: <i>Westlicher Geist im östlichen Körper?: "Medea" im interkulturellen Theater Chinas und Taiwans. Zur Universalisierung der griechischen Antike.</i> Transcript, Bielefeld 2010, ISBN 978-3-8376-1350-6.</li>
<li>Marie Lorbeer, Beate Wild (Hrsg.): <i>Menschenfresser – Negerküsse. Das Bild von Fremden im deutschen Alltag</i>. 2. Auflage. Elefanten Press Verlag, Berlin 1993, ISBN 3-88520-394-4.</li>
<li>Peter Martin: <i>Schwarze Teufel, edle Mohren. Afrikaner in Geschichte und Bewußtsein der Deutschen</i>. <a href="Hamburger_Edition" title="Hamburger Edition">Hamburger Edition</a> 2001, ISBN 3-930908-64-6.</li>
<li><a href="Henning_Melber" title="Henning Melber">Henning Melber</a>: <i>Der Weissheit letzter Schluß. Rassismus und kolonialer Blick</i>. Brandes & Apsel, Frankfurt 1992, ISBN 3-86099-102-7.</li>
<li>Hermann Pollig (Hrsg.): <i>Exotische Welten, Europäische Phantasien</i>. Neuausg. Cantz, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-922608-65-3. (Katalog zur Ausstellung, 2. September bis 29. November 1987)</li>
<li>Wolfgang Reif: <i>Zivilisationsflucht und literarische Wunschräume. Der exotistische Roman im ersten Viertel des 20. Jahrhunderts</i>. Metzler, Stuttgart 1975, ISBN 3-476-00309-4. (zugl. Dissertation, Universität Saarbrücken 1973)</li>
<li><a href="Peter_Revers" title="Peter Revers">Peter Revers</a>: <i><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.musiklexikon.ac.at/ml/musik_E/Exotismus.xml">Exotismus.</a></i> In: <i><a href="Oesterreichisches_Musiklexikon" title="Oesterreichisches Musiklexikon">Oesterreichisches Musiklexikon</a>.</i> Online-Ausgabe, Wien 2002 ff., ISBN 3-7001-3077-5; Druckausgabe: Band 1, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2002, ISBN 3-7001-3043-0.</li>
<li><a href="Victor_Segalen" title="Victor Segalen">Victor Segalen</a>: <i>Die Ästhetik des Diversen. Versuch über den Exotismus.</i> („Essai sur l'Exotisme. Une Ésthétique du Divers“). Fischer TB, Frankfurt 1994, ISBN 3-596-10108-5.</li>
<li><a href="Hito_Steyerl" title="Hito Steyerl">Hito Steyerl</a>, <a href="Encarnaci%C3%B3n_Guti%C3%A9rrez_Rodr%C3%ADguez" title="Encarnación Gutiérrez Rodríguez">Encarnación Gutiérrez Rodríguez</a> (Hrsg.): <i>Spricht die Subalterne deutsch? Migration und postkoloniale Kritik</i>. Unrast, Münster 2003, ISBN 3-89771-425-6.</li>
<li>Peter Dering/Gerd Presler/Peter Gerlach/Gertrude Cepl-Kaufmann: Kleine Fluchten. Exotik im Rheinischen Expressionismus, Bonn 1995 (= Schriftenreihe Verein August Macke Haus, Bonn. Nr. 15).</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/Exotismus" class="extiw external" title="wikt:Exotismus">Wiktionary: Exotismus</a></b> – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
<ul><li>Martin Baier: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.pangloss.de/cms/index.php?page=exotismus"><i>Exotismusforschung.</i></a> Umfangreiche Abhandlung über den Exotismus</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-betzwieser226-1"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-betzwieser226_1-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-betzwieser226_1-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">Thomas Betzwieser: <i>Exotismus.</i> In: <a href="Ludwig_Finscher" title="Ludwig Finscher">Ludwig Finscher</a> (Hrsg.): <i><a href="Die_Musik_in_Geschichte_und_Gegenwart" title="Die Musik in Geschichte und Gegenwart">Die Musik in Geschichte und Gegenwart</a>.</i> Bd. 3, Bärenreiter, Kassel 1995, <span class="-print" style="white-space:nowrap"><a href="Deutsche_Nationalbibliothek" title="Deutsche Nationalbibliothek">DNB</a> <a rel="nofollow" class="external text" href="https://d-nb.info/945503717">945503717</a></span>, Sp. 226.</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Duden online: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.duden.de/rechtschreibung/Exotik"><i>Exotik</i></a> und <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.duden.de/rechtschreibung/exotisch"><i>exotisch</i></a>.</span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text"><a class="external text" href="https://fr.wikisource.org/wiki/Journal_des_Goncourt/I/Ann%C3%A9e_1860">Journal des Goncourt : Mémoires de la vie littéraire, Année 1860</a> bei Wikisource (französisch).</span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Übersetzungen für französisch <a rel="nofollow" class="external text" href="https://dict.leo.org/franz%C3%B6sisch-deutsch/exotisme"><i>exotisme</i></a> bei dict.leo.org.</span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text">Französisch <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.cnrtl.fr/definition/exotisme"><i>exotisme</i></a> bei cnrtl.fr (Centre National de Ressources Textuelles et Lexicales).</span>
</li>
<li id="cite_note-klotz89-6"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-klotz89_6-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-klotz89_6-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">Volker Klotz: <i>Operette. Porträt und Handbuch einer unerhörten Kunst.</i> Bärenreiter, Kassel u. a. 2004, ISBN 3-7618-1596-4, S. 89.</span>
</li>
<li id="cite_note-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-7">↑</a></span> <span class="reference-text">Volker Klotz: <i>Operette. Porträt und Handbuch einer unerhörten Kunst.</i> Bärenreiter, Kassel u. a. 2004, S. 101.</span>
</li>
<li id="cite_note-8"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-8">↑</a></span> <span class="reference-text">Volker Klotz: <i>Operette. Porträt und Handbuch einer unerhörten Kunst.</i> Bärenreiter, Kassel u. a. 2004, S. 104.</span>
</li>
<li id="cite_note-9"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-9">↑</a></span> <span class="reference-text">Volker Klotz: <i>Operette. Porträt und Handbuch einer unerhörten Kunst.</i> Bärenreiter, Kassel u. a. 2004, S. 92.</span>
</li>
<li id="cite_note-10"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-10">↑</a></span> <span class="reference-text">Duden online: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.duden.de/rechtschreibung/Exotismus"><i>Exotismus</i></a></span>
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